Gut durchdacht in Gold investieren

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Gold

Bei der Vermögensaufteilung kann Gold ein kleiner Bestandteil sein. Es gilt traditionell auch in unsicheren Zeiten als gute Geldanlage.

Goldbarren und Goldmünzen

Das Edelmetall kann in Form von Barren oder Münzen gekauft werden. Allerdings fällt ein Aufschlag auf den Preis an, der Mini-Barren und Goldmünzen im Verhältnis gesehen sehr teuer macht. Es kann sich ein Aufschlag von über 20 Prozent ergeben. 50 Gramm bei Goldbarren und eine Feinunze bei Goldmünzen sollten es deshalb mindestens sein. Dennoch kann es von Vorteil sein, kleinere Einheiten an Goldmünzen zu besitzen. Einzelne Stücke sind in Krisenzeiten leichter handelbar, während große Goldbarren immer nur im Ganzen verkauft werden können. Empfehlenswert ist deshalb eine Mischung aus Goldbarren und Goldmünzen.

Preisvergleiche lohnen sich in jedem Fall. Setzen Sie, wenn Sie einen Kauf erwägen, unbedingt auf einen seriösen Händler, der Mitglied im Berufsverband des deutschen Münzhandels ist. Bei Onlineshops muss in Vorkasse gegangen werden, auch wenn eine größere Summe im Spiel ist.
Laufende Erträge lassen sich nicht erwirtschaften, wenn Sie in physisches Gold investieren. Einen Gewinn können Sie nur erzielen, wenn der Goldkurs gestiegen ist und Sie verkaufen. Eine Garantie, dass der Goldwert steigt, gibt es allerdings nicht.

Sammler- und Geldmünzen eignen sich nicht als Geldanlage. Sie gelten in Fachkreisen als nicht lukrativ.

Gold als Anteil am Wertpapierdepot

Unabhängig von den Schwankungen im Goldpreis und der kurzfristigen Preisentwicklung gilt, dass Gold bei der Aufteilung des Vermögens einen kleinen Anteil haben sollte, um das Investmentrisiko auf verschiedene Anlageklassen verteilen zu können. Richtwert kann ein Depotanteil von 5 bis 10 Prozent sein. Wer bereits in Aktien investiert, sollte auch in Gold investieren und es in seine Anlagestrategie mit einbeziehen. Wichtig erscheint eine langfristige Strategie.

Geldanlage in ETFs und ETCs

Mit einem ETF (Exchange Traded Funds) oder einem ETCs (Exchange Traded Commodities) können Sie an der Entwicklung des Rohstoffmarktes teilhaben und von der Goldpreisentwicklung profitieren, ohne direkt in physisches Gold investieren zu müssen.

Zu den ETFs zählen Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden. Die Fonds spiegeln die Entwicklung eines bestimmten Index wider, im Fall von Gold ist das der Goldpreis. Der Herausgeber sichert den ETF mit dem Kauf von Goldbarren ab, die bei einer Bank verwahrt werden. Diese Goldbarren sind dem jeweiligen ETF eindeutig zugeordnet. Kauf und Verkauf sind unkomplizierter als bei physischem Gold. Da der Herausgeber des Fonds mit dem Fondsvermögen große Barren kaufen kann, ist der Preis niedrig. ETFs zählen zum Sondervermögen. Der Goldbestand ist bei einer Zahlungsunfähigkeit des Herausgebers geschützt.

Anleger können auch mit börsengehandelten Gold-ETCs unkompliziert in das Edelmetall investieren. Gold-ETCs vollziehen die Entwicklung des Goldpreises nach. Diese Wertentwicklung hängt vom aktuellen und vom zukünftigen Lieferpreis des Goldes ab. Die ETCs sind meist ebenfalls mit physischem Gold abgesichert, zum Teil aber auch mit Buchgold, das Lieferansprüche aufzeigt. Sie erwerben also ein Anrecht auf eine Gold-Lieferung. Wird der Herausgeber zahlungsunfähig und muss Insolvenz anmelden, kann Ihr Anrecht auf eine Lieferung womöglich nicht durchgesetzt werden. Im schlimmsten Fall gehen Sie leer aus. Es gilt also immer, Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen.